Wir sind alle anders —
wir  sind alle gleichwertig.

Und wie ist es bei euch an der Schu­le? Alles pri­ma? Super Klima?

Wenn das so ist, Glück­wunsch. Denn — das ist nicht der Nor­mal­fall. Nach einer Reprä­sen­ta­tiv­um­fra­ge der Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­stel­le (ADS) sagen 23,7 Pro­zent aller Befrag­ten, dass sie Dis­kri­mi­nie­rung im Bil­dungs­be­reich erlebt haben.

Die Vor­stel­lung von dem, was „nor­mal“ und was „nicht nor­mal“ ist führt zu Vor­ur­tei­len, Aus­gren­zung und Dis­kri­mi­nie­rung. Aber: in Arti­kel 2 UN-KRK wird klar und deut­lich gesagt, dass alle Kin­der die glei­chen Rech­te haben. Und zwar völ­lig unab­hän­gig „(…) von Ras­se, Haut­far­be, Geschlecht, Spra­che, Reli­gi­on, poli­ti­scher Anschau­ung, natio­na­ler, eth­ni­scher oder sozia­ler Her­kunft, des Ver­mö­gens, einer Behin­de­rung, der Geburt oder des sons­ti­gen Status (…)“.

Das heißt:  alle Kin­der sind gleich an Rech­ten und doch verschieden!!

Wenn es „das Nor­ma­le“ nicht mehr gibt, wenn alle gleich viel Wert sind, haben alle die glei­che Chan­ce zur Teil­ha­be. Alle kön­nen mit­ma­chen und bestim­men. Das muss für die gan­ze Schu­le gel­ten: Alle Kin­der haben das Recht auf Teil­ha­be, also ihre Bedürf­nis­se und Inter­es­sen zu äußern, sie ein­zu­brin­gen und umzusetzen.

Übri­gens: Dis­kri­mi­nie­rung kommt natür­lich nicht nur unter Schüler*innen vor. Auch Schul­ord­nun­gen, oder Vor­schrif­ten, die grund­sätz­lich das Tra­gen von Kopf­be­de­ckun­gen im Unter­richt ver­bie­ten (also auch reli­giö­se Kopf­be­de­ckun­gen wie Kip­pa o. Kopf­tuch) oder den Gebrauch der Mut­ter­spra­che in den Pau­sen ver­bie­ten. Auch in der Beno­tung oder im Ver­hal­ten von Lehr­kräf­ten gegen­über Schüler*innen kommt es zu Dis­kri­mi­nie­run­gen. Dar­über hin­aus kön­nen gesell­schaft­li­che Ein­stel­lun­gen dis­kri­mi­nie­ren, z.B. die Vor­stel­lung, dass alle Kin­der und Jugend­li­chen mit einer Behin­de­rung auf För­der­schu­len unter­rich­tet wer­den sollten.

Lek­ti­on 4 von 6


Dis­kri­mi­nie­rungs­er­fah­run­gen an Schu­len las­sen sich von der Ein­schu­lung bis zum Abschluss der Sekun­dar­schu­le beob­ach­ten. Kin­der und Jugend­li­che erle­ben Benach­tei­li­gun­gen z.B. auf­grund der eth­ni­schen Her­kunft, des Geschlechts, der Reli­gi­on oder Welt­an­schau­ung, einer Behin­de­rung, des Alters oder der sexu­el­len Iden­ti­tät, ihrer sozia­len Her­kunft oder ihres Aus­se­hens. Bei Dis­kri­mi­nie­rungs­er­fah­run­gen spie­len Vor­stel­lun­gen von dem eine Rol­le, was „nor­mal“ und was „nicht nor­mal“ ist.


Dis­kri­mi­nie­run­gen kön­nen jede und jeden tref­fen – in der Schu­le, der Frei­zeit, der Aus­bil­dung und im Beruf. Es ist wich­tig, dar­über zu reden! Wie wer­den an dei­ner Schu­le Betrof­fe­ne unter­stützt? Wel­che Stra­te­gien gibt es, um Viel­falt und Tole­ranz im Schul­all­tag zu ver­an­kern? Sprecht darüber!

Wirk­lich schlecht – aber trotz­dem gut zu wissen

Jede*r sechs­te Schüler*in wird gemobbt!

Mob­bing fin­det zu 80 Pro­zent im Klas­sen­zim­mer statt!