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Par­ti­zi­pa­ti­on

Rück­mel­dung —
aber bit­te von bei­den Seiten

Illus­tra­ti­on © Ute Faber

Schüler*innen bekom­men tag­täg­lich Rück­mel­dun­gen, sowohl zu ihren Leis­tun­gen, als auch zu ihrem Sozi­al­ver­hal­ten. Meis­tens in der Form von Zif­fern­no­ten!  Zur Qua­li­tät des Unter­richts wird aber sel­ten Rück­mel­dung von Sei­ten der Schüler*innen ein­ge­for­dert. Aber: soll­ten nicht Schüler*innen und Lehrer*innen glei­cher­ma­ßen die Mög­lich­keit haben, ihre Leis­tun­gen zu ver­bes­sern? Rück­mel­dung tut jedem gut – aber nur dann, wenn sie kon­struk­tiv und nicht aus­schließ­lich defi­zit­ori­en­tiert ist. Sie soll­te Impul­se set­zen und Hil­fe­stel­lun­gen auf­zei­gen wie etwas ver­bes­sert wer­den kann.

Wenn Schüler*innen sich gemein­sam dar­über ver­stän­di­gen, wie sie gut ler­nen kön­nen, was sie brau­chen um gut ler­nen zu kön­nen, soll­ten Sie das auch sagen dür­fen. Arti­kel 28 UN-KRK ver­pflich­tet die Staa­ten, dass die Bil­dung dar­auf gerich­tet sein muss,  „(…) die Per­sön­lich­keit, die Bega­bung und die geis­ti­gen und kör­per­li­chen Fähig­kei­ten des Kin­des voll zur Ent­fal­tung zu bringen.“

Ihr wisst selbst am bes­ten, was ihr braucht, um gut ler­nen zu können.

Wenn ihr das Recht auf „gute Bil­dung“ in Anspruch neh­men wollt, dann ver­stän­digt euch dar­auf, was ihr benö­tigt um gut ler­nen zu kön­nen. Schreibt alles auf und sprecht mit den Lehrer*innen dar­über. Dies ist eine gute Grund­la­ge, um Lehrer*innen Rück­mel­dung zum Unter­richt zu geben. Nicht ein­mal, son­dern in wie­der­keh­ren­den Zeit­ab­stän­den.*

Lek­ti­on 3 von 5


Vor­aus­set­zung für gutes Ler­nen ist, dass man sich an der Schu­le wohl fühlt. Eine wich­ti­ge Fra­ge ist des­halb, ob es min­des­tens einen Erwach­se­nen an der Schu­le gibt, dem man wirk­lich ver­traut. Gibt es min­des­tens einen Erwach­se­nen an der Schu­le, dem du ver­traust?

Nach­ge­dacht

Über den Comic haben wir noch gar nicht gespro­chen. Hopp­la, was ist da grund­sätz­lich schiefgelaufen??

Rück­mel­de­sys­te­me

An eini­gen Schu­len exis­tie­ren „Beschwer­de­sys­te­me“. Das hört sich gleich nach „meckern“ an und vie­le trau­en sich gar nicht, eine Beschwer­de ein­zu­rei­chen, weil sie glau­ben, das ändert sowie­so nichts. Macht euch des­halb klar:

Eine Beschwer­de ist die Inan­spruch­nah­me des Rechts auf Par­ti­zi­pa­ti­on. Des­halb soll­ten wir Beschwer­den als Chan­ce sehen, ein Pro­blem zu lösen, das schafft Ver­trau­en und ver­bes­sert die Arbeit aller!

Was denk ihr? soll­ten wir nicht ein­fach von Rück­mel­de­sys­te­men spre­chen – und wie kann ein insti­tu­tio­na­li­sier­tes Rück­mel­de­sys­tem aus­se­hen? Davon mehr in der nächs­ten Lektion.